Von der Raupe zum Schmetterling – Die Distelfalter begeistern die GS4
- andreageisslitz
- vor 6 Stunden
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Nach den Pfingstferien wurde es in der GS4 lebendig - im wahrsten Sinne des Wortes. Unsere Klasse durfte etwas Besonderes miterleben: Aus winzigen Distelfalter-Raupen sind über die Wochen richtige Schmetterlinge geworden. Und die Kinder waren von Anfang bis Ende mit vollem Herzen dabei.
Zwei Wege ins Leben
Ein Teil der kleinen Raupen wuchs geschützt in einem Becher heran, ein anderer Teil lebte von Beginn an direkt in der Voliere und wurde dort mit frischen Brennnesseln gefüttert. So konnten die Kinder zwei Aufzucht-Wege beobachten und vergleichen - spannend zu sehen, wie sich die Raupen unter den unterschiedlichen Bedingungen entwickelten.
Wachsen unter aufmerksamen Augen
Am meisten begeisterte die Kinder das tägliche Beobachten. Wie schnell so eine Raupe wächst! Von Tag zu Tag wurde sie größer, kräftiger, gefräßiger. Gleichzeitig übernahmen die Kinder echte Verantwortung: Die Brennnessel-Blätter mussten regelmäßig ausgetauscht werden, damit die Raupen immer frisches Futter hatten. Diese Aufgabe wurde mit großer Sorgfalt und Zuverlässigkeit erledigt - die Tiere zählten schließlich auf sie.

Ein Thema, das uns begleitete
Der Distelfalter war in dieser Zeit nicht nur in der Voliere präsent, sondern auch mitten in unserem Klassenleben. Immer wieder wurde der Schmetterling zum Thema unserer Sitzkreise - hier tauschten wir Beobachtungen aus, stellten Fragen und lernten gemeinsam Neues über die faszinierende Verwandlung.
Darüber hinaus standen den Kindern verschiedene Freiarbeitsmaterialien zur Verfügung, mit denen sie sich ganz individuell und in ihrem eigenen Tempo mit dem Thema Schmetterling beschäftigen konnten. Dabei entstanden wunderschöne und interessante Hefteinträge zu den unterschiedlichsten Schmetterlings-Themen - jedes Kind setzte dabei seine eigenen Schwerpunkte.

Die Verpuppung
Nach etwa drei Wochen war es so weit: Aus der kleinen Raupe war eine stattliche Raupe geworden, die sich schließlich verpuppte. Nun begann eine ruhige, geheimnisvolle Zeit. Rund eine Woche lang tat sich äußerlich scheinbar nichts - und doch verwandelte sich im Inneren der Puppe alles.
Das große Schlüpfen
Dann der große Moment: Die Falter schlüpften! Kurz nach dem Schlüpfen schieden die Schmetterlinge eine rote Flüssigkeit aus, das sogenannte Mekonium - ein völlig natürlicher Vorgang. Anschließend entfalteten die Distelfalter langsam ihre noch weichen Flügel und ließen sie rund 24 Stunden lang aushärten, bis sie stark genug zum Fliegen waren.
Zwei weitere Tage stärkten sich die frisch geschlüpften Falter noch an Obst - und dann kam der schönste Tag von allen.
Auf und davon
An einem wunderschönen Sommertag durften die Kinder ihre Distelfalter in die Freiheit entlassen. Ein bewegender Augenblick! Nach wochenlangem Umsorgen und Beobachten flogen die Schmetterlinge nun hinaus in die freie Natur.
Bei manchen Kindern kullerte auch die eine oder andere Träne - die Falter waren über die Wochen echte kleine Begleiter geworden, und der Abschied fiel nicht leicht. Gleichzeitig war da große Freude und Stolz: „Jetzt sind sie da, wo sie hingehören!"

Was bleibt
Zurück bleiben wunderbare Erinnerungen, viel neues Wissen über die Verwandlung eines Schmetterlings - und die Erfahrung, gemeinsam Verantwortung für ein kleines Lebewesen getragen zu haben. Ein Projekt, das die GS4 so schnell nicht vergessen wird.









