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Große Montessori-Arbeiten 2026: Josephina häkelt Kleidung

andreageisslitz
vor 6 Stunden
3 Min. Lesezeit


Vor den Sommerferien haben unsere Schüler*innen der achten Jahrgangstufe ihre Großen Montessori-Arbeiten ausgestellt und präsentiert. 


Die Große Montessori-Arbeit ist Kernstück und eines der wichtigsten Ereignisse in der Schullaufbahn an der Montessori-Schule. Die Arbeit besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil und ihre Erstellung verlangt einiges von den Jugendlichen. Denn die Suche nach einem eigenen Thema, die handwerkliche oder intellektuelle Fähigkeit über einen langen Zeitraum ein Ziel zu verfolgen, bedeutet in diesem Alter sehr viel.


Josephina hat für ihre Arbeit den Titel "Diesen Sommer wird geRockt" gewählt und selbst Kleidung gehäkelt. Josephina, warum hast Du dieses Thema gewählt?


Ich habe dieses Thema gewählt, weil ich davor schon ein dreiviertel Jahr gehäkelt habe und dachte, für die GMA wäre es eine gute Idee, das noch zu intensivieren. Außerdem habe ich mich dann noch mit meiner außerschulischen Mentorin beraten und die hat mich auf die Idee gebracht, dazu eine Schneiderpuppe zu bauen. Diese ist sehr hilfreich, wenn man Kleidung häkelt, um zum Beispiel Proportionen besser messen zu können. Wir haben dann aber festgestellt, dass eine ganze Schneiderpuppe zu bauen zu viel ist und deshalb haben wir uns entschieden, nur einen Überzug für eine Schneiderpuppe zu nähen und das dann als Große Montessori-Arbeit zusammen mit den gehäkelten Klamotten zu machen.


Beim theoretischen Thema habe ich ein Thema gesucht, das gut zum Thema Häkeln passt und bin da relativ schnell auf "Häkeln in der Mode" gekommen, auch weil man merkt, das mittlerweile viele Klamotten wieder gehäkelt werden.



Was ist Dein Werkstück und wie bist Du bei der Erstellung vorgegangen?


Mein Werkstück waren zehn gehäkelte Kleidungsstücke. Zuerst habe ich mir Inspiration auf Pinterest oder YouTube gesucht, dann eine Anleitung rausgesucht und nachgehäkelt. Manchmal habe ich Farbe oder Größe noch an mich angepasst, aber meistens habe ich es einfach mit Anleitung von Pinterest oder YouTube gemacht.



Bei meiner Schneiderpuppe ging es zuerst darum, ein Schnittmuster zu erstellen. Anschließend musste ich die ganzen einzelnen Körperteile zusammennähen. Entlang der langen Seite habe ich den fertigen Überzug dann noch per Hand zusammengenäht, so dass er wirklich straff und eng an der Schneiderpuppe anliegt.




Wie bist Du beim theoretischen Teil Deiner Arbeit vorgegangen?


Für meinen theoretischen Teil habe ich mir zuerst ein Buch bestellt, das hieß "Häkeln in der Haute Couture". Da habe ich mir ganz viel Information rausgesucht und mir in Word die Punkte meiner Gliederung aufgeschrieben und unter jedem Punkt aufgeschrieben, was ich so wusste und überlegt, was da überall stehen könnte. Anschließend habe ich das in einen fertigen Text umformuliert und das war dann mein theoretischer Teil.


Wie hast Du Dich auf die Präsentation vorbereitet?


Auf die Präsentation habe ich mich hauptsächlich mit dem Präsentations-Coaching von unserem Lehrer Florian vorbereitet. Wir haben da z.B. Karteikarten geschrieben und auch an unserem Sprechtempo gearbeitet. Das hat schon sehr viel geholfen.


Am Präsentationstag selbst habe ich mich vorallem dadurch vorbereitet, dass ich mich hingesetzt habe, meine Augen zugemacht und mir vorgestellt habe, wie ich von der Bühne runtergehe und alles war super und ich bin glücklich. Das habe ich mir immer wieder vorgestellt und als ich auf der Bühne war, lief auch wirlich alles glatt.


Wie hast Du die Präsentation erlebt?


Die Präsentation habe ich sehr schön und sehr positiv erlebt. Es hat sehr viel Spaß gemacht zu präsentieren. Am Anfang war ich bißchen aufgeregt und habe auch sehr schnell gesprochen, aber mit der Zeit ging es. Die ersten Sätze waren die schwersten, danach war es relativ einfach. Ich habe dann auch während der Präsentation gemerkt: Ich muss es jetzt voll genießen, weil es ist das, wofür ich ein Jahr gearbeitet habe und das kann ich jetzt erklären und zeigen.



Was hast Du während dieser Zeit für Dein Leben gelernt? Ich habe hauptsächlich gelernt, dass ich große Dinge, die ich mir vorgenommen habe, auch schaffen kann und dass ich auch sehr gut unter Zeitdruck arbeiten kann. Ich habe gelernt, dass es immer gut ist, sich selbst zu pushen und dass man viel mehr schaffen kann, als man manchmal denkt.

 
 
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