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Wanderung der Projektstufe zur Tutzinger Hütte - Bericht von Daniel und Katrin



Erster Tag - Aufstieg zur Hütte (Daniel)


Wir, die Projektstufe, sind vom 21. bis zum 23. September 2022 nach Benediktbeuern für eine dreitägige Wanderung gefahren.


Es ging am Mittwoch los. Wir haben uns alle um 08:00 Uhr am Münchner Hauptbahnhof getroffen. Nachdem alle da waren, sind wir mit dem Zug nach Benediktbeuern gefahren. Nachdem wir angekommen sind, haben wir als erstes ein Gruppenfoto gemacht.

Kurz darauf ging es auch schon los: Wir liefen bis zu einem Wanderparkplatz.



Nach einer kleinen Pause liefen wir an einem wunderschönen Bach entlang. Diese Ruhe war richtig angenehm. Es war so still, weil ich mit Laurin ganz allein vorne gelaufen bin. Der Bach hat so schön geplätschert. Nach einer kleinen Pause, in der Laurin und ich Anpfiff bekommen haben, weil wir zu schnell waren, ging es auch schon weiter.









Bis wir an einer Brücke ankamen. Es war der richtige Platz für die Mittagspause. Die meisten waren noch nicht da, also nutzten wir die Zeit zum Fangenspielen und über den Bach springen. Endlich waren alle da! Wir spielten noch ein bisschen Fangen und dann ging es auch schon weiter.






Wir liefen immer höher und mussten gefühlt alle zwei Sekunden auf die anderen warten. Nachdem wir eine Brücke überquert hatten, wurde es immer stiller und der Abstand von Laurin und mir zu den Lehrkräften immer größer. Nach dem Warten auf die Erwachsenen ging es weiter, bis wir richtig coole Waldwege lang gingen. Nach einer 20-minütigen Pause sahen wir das Schild: 30 Minuten bis zur Hütte. Laurin und ich rannten los, wir wollten unter 30 Minuten da sein. Auf dem Weg wurde Laurin von einer Biene gestochen. Trotzdem rannten wir weiter und da sahen wir sie - die Hütte! Wir hatten es geschafft, in 15 Minuten hoch zu rennen.



Oben angekommen schlossen wir eine Wette ab, wie lange wir auf die letzten warten müssen. Im Anschluss haben wir uns erstmal ein Skiwasser bestellt und dann auch die Umgebung erkundet. Nachdem die erste Lehrerin da war, sind wir ein Stück runter, um den letzten den Wanderrucksack hochzutragen und nach 54 Minuten waren die letzten auch da. Wir haben dann vom Hüttenwirt die Regeln erklärt bekommen, haben danach die Zimmer bezogen und sind dann wieder raus.

Um 18:00 Uhr gab es Abendessen: Nudeln mit Tomatensoße.


Nach dem Essen war es auch schon dunkel. Wir spielten alle zusammen königsfrei. Im Dunkeln war das sehr lustig. Nachdem sich ein Siebtklässler verletzt hatte, sind wir rein und haben Werwolf und andere Spiele gespielt.










Dann war auch schon Bettgehzeit. Unsere Lehrerin Elisabeth schickte Adri und mich raus, weil wir noch zu aufgedreht waren. Wir besuchten Schülerinnen aus einem Internat, die auch auf der Hütte waren. Nachdem wir mit denen 10 Minuten geredet hatten, sind wir rein und haben uns bettfertiggemacht. Nachdem wir nicht schlafen konnten, kam unsere Lehrerin Babara mit einem Hörbuch, damit wir leichter einschlafen konnten. Nachdem alle eingeschlafen waren, ging Babara wieder.


Zweiter Tag: Gipfel und Abstieg (Katrin)

Am nächsten Morgen wurden wir alle von dem Sonnenaufgang, der hinter dem Gipfel erschien, geweckt. Wir brauchten kurz, um aus den Betten zu kommen. Doch als wir es dann geschafft hatten, machten wir uns im Bad fertig, putzten unsere Zähne und zogen uns um. In der Hütte neben uns frühstückten wir und tauschten uns mit unseren Mitschüler*innen, die nicht in unseren Zimmern waren, aus. Das Frühstück auf der Hütte war gut. Es gab z.B. Brot mit Käse oder Müsli mit Milch. Wir aßen fertig und gingen wieder in die Zimmer, um die Bettwäsche der Stockbetten abzuziehen und unsere Rucksäcke zu packen. Nachdem wir die Zimmer alle aufgeräumt hatten, machten wir uns bereit, um loszugehen. Es gab zwei Gruppen, die eine ging auf den Gipfel und dann runter und die andere ging direkt runter. Ich allerdings entschied mich dazu, noch mit auf den Gipfel zu gehen. Und es lohnte sich! Aber fangen wir von vorne an.

Wir schossen noch ein kurzes Gruppenfoto und machten uns nun auf den Weg, die ersten Schritte fielen mir schwer. Doch mit der Zeit wurde es angenehm zu gehen. Es waren gerade Wege, die wie eine Art zick zack nach oben führten. Unsere Rucksäcke durften wir unten lassen, da wir auf dem Rückweg sowieso nochmal an der Hütte vorbei wanderten, was das Ganze natürlich noch mehr erleichterte. Wir gingen so an die 15 Minuten, bis uns auf unserem Weg drei Steinböcke überraschten. Es herrschte Aufregung aber auch Freude, die meisten holten ihr Handy raus, um den Moment auf einem Foto festzuhalten.



Allerdings wollten wir irgendwann unser Ziel erreichen, weshalb wir uns weiter auf den Weg machten. Nach einiger Zeit hatten wir schon viele verschiedene Wege hinter uns, die einen leichter, die anderen schwieriger, doch das, was ich vor mir sah, machte mir ein wenig zu schaffen, denn es wurde immer steiler und inzwischen war es schon nicht mal mehr wandern, sondern auch ein kleines bisschen klettern. Aber was soll‘s?!






Es führte kein Weg daran vorbei und nach ein paar Trinkpausen und Fotostopps sahen wir den Gipfel. Wir waren an unserem Ziel angelangt. Endlich! Man konnte es kaum glauben! Die Aussicht von dort oben war traumhaft schön, man konnte von dort oben aus sogar die Jugendherberge sehen, in der wir heute übernachten sollten.




Natürlich musste man bei diesem Blick vom Gipfel aus auch Erinnerungsfotos machen. Ich stärkte mich mit Riegeln, Nüssen und anderen krafttankendem Essen, und setzte mich auf einen kleinen Stein, der neben dem Gipfelkreuz platziert war. Die Stimmung meiner Mitschüler*innen und mir war gut, denn dort oben war alles ruhig und wir waren erleichtert auch diese kleine Hürde gemeinsam als Gruppe geschafft zu haben.


Trotz allem mussten wir auch wieder runter wandern, denn sonst schafften wir es nicht mehr rechtzeitig zu unserem letztem Übernachtungsplatz. Also machten wir uns bereit und gingen vorsichtig und langsam in kleinen Gruppen runter, denn die Wege waren steil und rutschig. An manchen kleinen Stellen unseres Weges fand man Schnee, was kein Wunder war, denn es war nicht gerade warm. Wir brauchten für den Hin- und Rückweg ungefähr Eineinhalbstunden.

Als wir kurz vor der Hütte waren, wo unsere Rucksäcke auf uns warteten, liefen uns nochmal vier Steinböcke über den Weg, die allerdings sehr entspannt waren, so dass wir ohne Probleme an ihnen vorbeimarschieren konnten. An der Hütte angelangt, bestellten sich viele noch ein Mittagessen wie z.B. einen Kaiserschmarrn oder eine Suppe. Wir aßen alle, schnappten uns unsere Rucksäcke und wanderten schön langsam bergab. Die Zeit an dem Tag verging schnell, trotz mehrerer Pausen.





Es war alles sehr leicht runterzugehen, weshalb meine Knie nicht allzu sehr schmerzten und ich die Wanderstöcke in meinem Rucksack lassen konnte, außerdem sahen wir viele schöne Orte, wo die Aussicht einfach wunderschön war. Endlich unten in Benediktbeuern angekommen, mussten wir nur noch an Straßen entlang gehen, bis wir endlich an der Jugendherberge ankamen.


Dort wurden wir dann in unsere Zimmer eingeteilt. Wir duschten uns, zogen uns um und räumten unsere Rucksäcke aus, bis wir anschließend zum Essen geholt wurden. Es gab Reis mit Cevapcici, was eigentlich ganz gut schmeckte, außerdem sahen wir im Essensraum noch ein paar andere Klassen, die anscheinend auch hier übernachteten.


Am Abend gab es im Keller eine Disco mit alkoholfreien Cocktails und Musik. Dort verbrachten wir dann den restlichen Abend, wir spielten Karten, tanzten und tranken unsere Cocktails, das war wirklich ein Highlight der Wanderung.






Dritter Tag: Heimreise (Katrin)

Um halb zwölf war dann Bettruhe, da es am nächsten Morgen eine freiwillige Moorwanderung gab, an der ich mich aber nicht beteiligte, da ich sehr starken Muskelkater hatte und es in der Jugendherberge auch ganz großartige Angebote gab. Man konnte z.B. Billiard spielen oder Kicker. Das Frühstück in der Jugendherberge war übrigens sehr lecker, es gab ein großes Buffet, an dem wirklich für jeden etwas dabei war.


Leider war es unser letzter Tag der Wanderung und unser Zug zurück ging auch bald. Also packte jeder seinen Rucksack und machte sich bereit zu gehen. Bis zum Bahnhof war es nicht mehr weit. Dort angekommen warteten wir auf unseren Zug und gaben uns gegenseitig nochmal Austausch über die Wanderung.


Ich persönlich finde, es war wirklich ein großartiges Erlebnis. Ich hatte extrem viel Spaß und es war auch wirklich nochmal eine gute Gelegenheit, um mit der Klasse und auch mit den Lehrkräften gut zusammenzuwachsen und ich würde es jederzeit wieder machen!