Kleine Montessori-Arbeiten: "Hier wird richtig was geboten"
- blum-katharina
- vor 1 Tag
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Manche Werkstücke hört man schon, bevor man sie sieht. "Da muss ich mal gucken, was hier so cool klingt", sagt eine Mutter vor dem Klassenraum der GS3 im ersten Stock. Es ist der Abschlussnachmittag der Grundstufe, an dem die Viertklässlerinnen und Viertklässler ihre kleinen Montessori-Arbeiten präsentieren. Und Simon und sein Werkstück - zwei Sticks für sein Schlagzeug - demonstrieren eindrucksvoll das Ergebnis wochenlanger Handarbeit und wie viel Herzblut in diesen Abschlussprojekten steckt.

Am Ende der vierten Klasse erstellen die Kinder in Niederseeon als Abschluss ihrer Grundschulzeit die kleine Montessori-Arbeit. In die sogenannte kMA fließt dabei alles ein, was die Mädchen und Jungen seit ihrer Einschulung gelernt haben: sich selbst ein Thema wählen, es zu recherchieren, strukturieren und niederzuschreiben, eigenständig ein Werkstück (oder auch mehrere) zu erstellen in den Werkstätten Holz, Textil oder Ton sowie ein Plakat dazu zu gestalten.
Ihre Ergebnisse haben die Mädchen und Jungen an diesem Dienstagvormittag ihren jeweiligen Klassen sowie ihren Eltern vorgestellt. Beim gemeinsamen Abschlussnachmittag sind dann auch alle anderen Mitschülerinnen und Mitschüler und deren Eltern aus der Grundstufe sowie Familie und Freunde eingeladen gewesen. Und es sind viele gekommen. "Die Kinder freuen sich riesig auf Besuch und auf viele Fragen zu ihren Projekten", sagt Stufenkoordinatorin Christina bei ihrer Begrüßung. Sie selbst hatte sich bereits in der Pause am Vormittag an den Ständen umgeschaut. Ihr Fazit: "Hier wird richtig was geboten." Tatsächlich war die Themenauswahl auch in diesem Jahr wieder sehr vielfältig: Das Spektrum reichte von Frauenfußball und Holzhausbau über Windkraft und Ozeane bis hin zur Eichhörnchenrettung. An den Ständen wurde ausgiebig gestaunt, gefragt und ausprobiert. Dabei gab es an den Tischen ganz unterschiedliche Regeln. Während man manche Werkstücke lieber nicht berühren sollte, erklärte ein Schüler: „Es darf alles angefasst werden, nur ich nicht.“

An Livias Stand durfte nicht nur angefasst, sondern gleich aufgegessen werden. Ihr Werkstück: eine Torte und ein Backbuch. Die Torte sah offensichtlich so lecker aus, dass sich ihre Mitschülerinnen und Mitschüler schon am Vormittag nicht mehr zurückhalten konnten. Für den Nachmittag hatte Livia aber vorgesorgt und gleich zwei ganze Bleche mit feinen kleinen Törtchen mitgebracht, damit auch die Gäste noch ausgiebig probieren durften. Die kleinen Montessori-Arbeiten im Überblick:
Magdalena (Kamishibai-Theater), Kaja (Frauenfußball) und Anna (Haflinger)
Lara (Meerschweinchen), Anni (Zughundesport) und Anna (Island)
Ida (Skateboard), Noemi (Eichhörnchenrettung) und Lina (Acrylkunst)
Livia (Backen), Benjamin (Vulkane) und Bruno (Fußball)
Lucia (Hunde), Lea (Krafttiere) und Johanna (Kamele)
Leonie (Turnen), Jana (Ozeane), Oskar (Fahrrad)
Antonia (Maria Montessori), Simon (Schlagzeug) und Valentin (FC Bayern)
Mona (München) und Rosalie (Windkraft)
Lotte (Alpakas) und Tino (Holzhausbau)
In dieser Form fand der Abschlussnachmittag übrigens zum ersten Mal statt. Ein weiterer Höhepunkt folgte nämlich im Anschluss an die kMA-Präsentationen draußen auf der großen Wiese: Gleich vier Theaterstücke aus der bunten Welt der Insekten haben die Erst- und Zweitklässler sowie einige Drittklässler auf die Bühne gebracht (ein ausführlicher Bericht folgt).


































































