Große Montessori-Arbeiten 2026: Laura stellt Naturkosmetik her

Vor den Sommerferien haben unsere Schüler*innen der achten Jahrgangstufe ihre Großen Montessori-Arbeiten ausgestellt und präsentiert.
Die Große Montessori-Arbeit ist Kernstück und eines der wichtigsten Ereignisse in der Schullaufbahn an der Montessori-Schule. Die Arbeit besteht aus einem praktischen und einem schriftlichen Teil und ihre Erstellung verlangt einiges von den Jugendlichen. Denn die Suche nach einem eigenen Thema, die handwerkliche oder intellektuelle Fähigkeit über einen langen Zeitraum ein Ziel zu verfolgen, bedeutet in diesem Alter sehr viel.
Laura hat sich für ihre Arbeit mit dem Thema "Naturkosmetik" beschäftigt.
Laura, warum hast Du dieses Thema gewählt?
Ich habe mich schon in der 5. Klasse für dieses Thema entschieden, weil ich mich schon da für die Naturkosmetik interessiert hebe. Ich fand es faszinierend, wie man mit nur natürlichen Produkten so viele verschiedene Cremes herstellen kann. Und als dann die GMA anstand, wollte ich die Naturkosmetik endgültig als Thema nehmen.
Was ist Dein Werkstück und wie bist Du bei der Erstellung vorgegangen?
Mein Werkstück sollte am Anfang eine Creme mit einem eigenen Rezept sein. Aber ich habe schnell gemerkt, dass das Creme-Herstellen mir viel mehr Spaß macht als das Schreiben eines Rezeptes. Also habe ich das ganze etwas umgewandelt, indem ich mich dazu entschloss, eine Creme-Serie statt einer einfachen Creme zu machen. Ich habe mit viel Freude gestartet und gemeinsam mit meinen Eltern die Basis Produkte bestellt. Angefangen habe ich zunächst mit einer Lippenpflege, denn sie ist sehr einfach und gut geeignet für den Einstieg. Mit den ersten Komplikationen bei der Herstellung, was am Ende aber gut ausging, habe ich mich an meine erste Creme gewagt. Diese hat sehr gut funktioniert und ich stellte direkt weitere Cremes her. Nach einer langen Pause habe ich schließlich die finalen Cremes hergestellt. Ich entschied mich für eine Bodylotion, eine Feuchtigkeitscreme und eine Lippenpflege. Alle drei Produkte haben direkt funktioniert.
Wie bist Du beim theoretischen Teil Deiner Arbeit vorgegangen?
Das Schreiben meines Theorieteils hat mir am Anfang sehr viel Spaß gemacht. Ich habe sofort mit dem Hauptteil meiner Arbeit begonnen, denn das haben mir die erfahrenen Neuntklässler geraten. Als ich fertig war mit dem Schreiben, stellte ich fest, dass ich noch die Quellen angeben muss. Damit war für mich der Spaß vorbei, denn das war das Anstrengendste, weil ich die Webseiten alle nochmal raussuchen und dort die richtigen Stellen finden musste.
Wie hast Du Dich auf die Präsentation vorbereitet?
Vor dem Präsentieren hatten wir eine sehr gute Vorbereitung, während der wir sehr viel über das korrekte Präsentieren und die Erstellung einer guten PowerPoint Präsentation erfahren konnten. Das hat mir nochmal den letzten Push gegeben. Mit den besten Freunden an seiner Seite gab man sich nochmal gegenseitig Mut und dafür bin ich sehr dankbar.
Wie hast Du die Präsentation erlebt?
Das Präsentieren an sich war kein Problem - sobald ich auf der Bühne stand, war es sehr schön und ich hatte ein gutes Gefühl. Das Schlimme war das Warten davor. Als ich dann dem Publikum von meinem Herzensprojekt erzählen konnte, war ich sehr glücklich. Die Last, die von mir gefallen ist, als ich nach 15 Minuten von der Bühne ging, war dann ein reines Gefühls-Chaos. Es war einerseits ein gutes Gefühl, es geschafft zu haben, aber gleichzeitig fühlte ich mich auch etwas traurig, dass das Projekt, auf das ich ein ganzes Jahr hingearbeitet hatte, nun beendet war.
Was hast Du während dieser Zeit für Dein Leben gelernt?
Es muss nicht immer alles direkt perfekt sein, sondern „perfekt“ kommt mit der Zeit, mit der Ausdauer, mit der Kraft und mit dem Mut, den man über die Zeit entwickelt. Ich musste ebenfalls lernen, dass es okay ist 1000-mal hinzufallen, aber das Wichtigste ist, das man 1001-mal wieder aufsteht und weitermacht.




