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Elternabend einmal anders – Lernen wie die Kinder in der Mittelstufe

  • andreageisslitz
  • 30. März
  • 1 Min. Lesezeit

Im Mittelpunkt des Elternabends unserer Mittelstufe (5. und 6. Klasse) am vergangenen Donnerstag stand ein Thema, das bei vielen längst verschüttete Erinnerungen weckte: Satzglieder. Genau, die Satzglieder.

Von ihren Kindern wurden die Eltern schon vorher mehr oder weniger gut gebrieft. Viele wußten: Heute wird nicht nur zugehört, heute wird gearbeitet. Und zwar wie in der Mittelstufe – inklusive Zeitdruck, Gruppenarbeit und einer Prise Wettbewerb.


Die Eltern wurden per Zufall in Dreiergruppen eingeteilt. Dann ging es los. Prädikat? Klar, das war noch halbwegs präsent. Aber schon beim Akkusativobjekt wurde es in manchen Gruppen still. Und spätestens bei der „temporal adverbialen Bestimmung“ mache sich bei den meisten ein leises Stirnrunzeln breit. Nur gut, dass die Eltern in den Deutschheften ihrer Kinder spicken durften.


Mit erstaunlichem Ehrgeiz stürzten sich die Gruppen auf die Aufgaben. Es wurde geflüstert, diskutiert, gestritten und gelegentlich auch verzweifelt gelacht. Die Zeit lief unerbittlich weiter, was die Konzentration nicht unbedingt steigerte, aber den Unterhaltungswert deutlich erhöhte.

Für jede korrekt gelöste Aufgabe durfte sich die Gruppe einen Pfeil mit einer aufgedruckten Punktzahl sichern. Ziel war es nicht, möglichst viele Punkte zu sammeln, sondern einer zu diesem Zeitpunkt unbekannten Punktzahl auf der Zielscheibe möglichst nahe zu kommen. Strategisches Denken war also gefragt – oder schlicht Glück.

Die Eltern verließen den Abend nicht nur mit einem Lächeln, sondern auch mit dem beruhigenden Gefühl, dass sie nun wieder (oder erstmals?) wissen, wie man ein Akkusativobjekt erkennt. Vor allem aber hatten sie einen lebendigen Einblick bekommen, wie Lernen in der Mittelstufe funktioniert: interaktiv, spielerisch und mit einem ordentlichen Schuss Challenge.



 
 
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