Spendenaktion für die Ebersberger Tafel: "Damit können wir ganz viel Freude verbreiten"
- blum-katharina
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"Ich bin sprachlos. So viele tolle Sachen", meinte Dr. Bernd Krüger von der Ebersberger Tafel nach der Übergabe von einem guten Dutzend gut gefüllter Einkaufstaschen und Paketen. "Damit können wir ganz viel Freude verbreiten."
Seit mehreren Jahren sammeln die Schülerinnen und Schüler Grund- und und Mittelstufe in der Adventszeit für den gemeinnützigen Verein, dessen Helferinnen und Helfer Lebensmittel retten und an bedürftige Menschen verteilen. Im Interview erklärt dessen Leiter, was nun mit den Spenden geschieht und warum Nächstenliebe nicht nur in der Weihnachtszeit gebraucht wird.
Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit, so könnte man meinen, wird die Tafel mit Spenden überhäuft. Stimmt das überhaupt? Und welchen Beitrag kann eine einzelne Aktion wie die der Montessori-Schule Niederseeon leisten?
Bernd Krüger: In der Tat ist die Spendenbereitschaft in der Adventszeit besonders. Allerdings versuchen wir bei der Warenausgabe dies auch ein wenig zu steuern und jeden Donnerstag (wir geben einmal in der Woche Waren aus) etwas "Besonderes" anzubieten.
Haltbare Lebensmittel und z.B. Hygieneprodukte können wir aber auch in den folgenden Wochen und Monaten ausgeben. Besonders dann, wenn es mal eine "magere Woche" gibt und wir relativ wenig Waren bekommen. Dann ist es gut auf ein "Polster" zurückgreifen zu können.
Worüber freuen sich die Gäste der Tafel am meisten und welche Dinge werden besonders gebraucht?
Unsere KundInnen sind dankbar für alles, was wir ihnen weitergeben können. Besondere Freude machen natürlich Situationen, wenn wir eine Vielzahl von Produkten anbieten können - z.B. Hygieneprodukte - und unsere Kund*innen dann selber etwas aussuchen können.
Wie viele Ebersberger nutzen aktuell die Tafel? Wie hat sich die Nachfrage in den vergangenen Jahren entwickelt?
Wir versorgen ein Mal in der Woche ca. 60 Haushalte, das entspricht ca. 250 Personen. Die Nachfrage ist langsam steigend, wobei es auch schon zu Peakzeiten der Flüchtlingswellen stärkeren Zuspruch gab. Im Vergleich zu den 2000er Jahren allerdings ist der Bedarf heute ca. fünfmal höher.
Wie kann man die Tafel am besten unterstützen?
Unterstützung erfahren wir durch Geldspenden und direkten Lebensmittelspenden. Bei Letzteren sind haltbare Lebensmittel am Besten.




