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Spenden und Schwitzen am Steinsee

  • andreageisslitz
  • 28. Juli 2025
  • 3 Min. Lesezeit
Spendenübergabe an die Kinderkrebshilfe
Spendenübergabe an die Kinderkrebshilfe

„Wie viele Runden habe ich? Meine Oma zählt schon mal das Geld!“

So oder so ähnlich tönte es beim Spendenlauf der Montessori-Schule Niederseeon immer wieder durch das kleine Waldstück am Steinsee. Und die Unterstützer der Schülerinnen und Schüler hatten schließlich so einiges zu zählen, denn am Ende des Lauftages ist die stolze Summe von mehr als 12.000 Euro zusammengekommen.

Genauer: 10.000 Euro für die Kinderkrebshilfe Ebersberg e.V. und 2.118 Euro für die Tiernothilfe Canis Pro e.V..


Die Spendenübergabe mit der Kinderkrebshilfe fand am vergangenen Donnerstag, den 24.07.2025, in Niederseeon statt.

Stefan Freytag, 1. Vorsitzender, äußert sich begeistert über die im Jahr 2025 bislang größte Einzelspende: „Wir als Kinderkrebshilfe Ebersberg e.V. sind überwältigt von dem sensationellen Ergebnis des diesjährigen Montessori-Spendenlaufs und freuen uns mit der Spende weiter betroffenen Kindern und deren Familien nachhaltig bei der Bewältigung ihrer Krankheit helfen zu können.“


Tanja Rauscher, Lehrerin an der Montessori-Schule Niederseeon und Mitorganisatorin des Spendenlaufs, berichtet: „Die Schülerinnen und Schüler haben wirklich alles gegeben. Selbst wenn sie schon fast nicht mehr konnten, haben sie sich immer wieder zu noch einer Runde motiviert, weil sie wussten, worum es geht.“


Die Kinderkrebshilfe Ebersberg e.V. verwendet die Spendengelder, um finanzielle Soforthilfe für betroffene Familien zu leisten, z.B. in Form von Mietzuschüssen, wenn wegen der Krebserkrankung des Kindes ein Elternteil seine Erwerbstätigkeit aufgeben muss. Außerdem werden Fachkräfte für die psychologische Betreuung der Kinder und ihrer Familien in der Dr. von Haunerschen Kinderklinik finanziert.


Canis Pro e.V. vermittelt Tiere, betreibt Pflegestellen und sammelt Spenden, um die Tiere zu versorgen und ihnen ein neues Zuhause zu ermöglichen.


Die Idee, einen Spendenlauf zu organisieren, kam von den Klassensprecherinnen und Klassensprechern aller Gruppen und Stufen der Schule (SMV), nachdem sie gemeinsam überlegt hatten, „wie sich die Kinder und Jugendlichen unserer Schule einsetzen können, um Kinder, aber auch Tiere zu unterstützen“. Die SMV-Mitglieder kundschafteten dafür die Strecken aus und legten zwei Varianten fest: eine 700 Meter lange Runde für die Grundstufenkinder und eine 2-Kilometer-Strecke für alle älteren Schülerinnen und Schüler. Alle Kinder der Schule suchten sich dann Sponsoren wie Eltern, Omas und Opas, Tanten und Onkel oder auch örtliche Betriebe, die sich bereit erklärten, einen vereinbarten Betrag pro gelaufener Runde zu spenden.


„Ich bekomme 100 Euro pro Runde“, rief ein Schüler stolz, als die Idee im Mai in die Tat umgesetzt wurde. Bei bestem Laufwetter hakten die Lehrkräfte am Getränkestand im Start-Zielbereich die gelaufenen Runden ab und feuerten an – unterstützt von einigen Eltern und weiteren Posten entlang der Strecke. Alle schwitzten für den guten Zweck, denn die Runden waren mit einigen bergauf-bergab-Passagen durchaus anspruchsvoll. „Es geht bergab Leute – und was machen wir da? Rennen!“, freuten sich etwa die Grundstufenschülerinnen und -schüler, als es dank Gefälle leichter vorwärts ging. Gewappnet mit Musikboxen und Kopfhörern gingen einige der älteren Schülerinnen und Schüler auf ihre lange Runde (Mittelstufe bis Oberstufe, d.h. 5. bis 10. Klasse). Noch ein Motivationshelfer: Eine Schülerin wurde von ihrem Hund begleitet.



Eigentlich war die Laufzeit auf etwa eine bzw. eineinhalb Stunden beschränkt, aber es wurde nicht so streng auf die Uhr geschaut. Als es dann aber tatsächlich hieß: „Jetzt aber wirklich letzte Runde“, standen auch diejenigen noch mal auf, die sich eigentlich schon zur Brotzeit am Streckenrand niedergelassen hatten – damit die Omas noch mehr zu zählen haben.

„Wir sind sehr stolz auf die große Spendensumme, die zu Stande gekommen ist“, sagt Katrin Mikusch von der SMV. „Und für die Schülerinnen und Schüler ist der Spaß auch nicht zu kurz gekommen. Der Spendenlauf hat die Schulgemeinschaft nochmal mehr zusammengebracht.“



 
 
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