Referate in Niederseeon: Wie sich schon die Kleinsten an einen Vortrag vor der Klasse trauen
- blum-katharina
- vor 1 Tag
- 2 Min. Lesezeit

Egal, ob bereits ausgestorben oder noch quicklebendig: Tiere stehen bei der Themenwahl ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Aber auch über Länder, Feste und Hobbys halten unsere Grundstufenkinder gerne Referate.
Ja, richtig gelesen. In Niederseeon stellen sich sogar schon die Erstklässlerinnen und Erstklässler vor ihre Klasse und erklären, mit wem sich der Dachs eine Höhle teilt oder wie sich das Eichhörnchen vom Grauhörnchen unterscheidet. Aber bis es so weit ist, gibt es viel zu tun. Ein kleiner Einblick.
Die Anmeldung
Bei unseren Elternabenden erzählen die Lehrkräfte oft von der sogenannten „Referateflut“. Um diese in die richtigen Bahnen zu lenken, gibt es die Referatsliste. Ist dort ein Platz frei, kann sich ein Kind eintragen. Oder auch zwei oder drei Kinder, denn die Themen können entweder alleine recherchiert und vorgetragen werden, als Paar oder auch als kleine Gruppe. Gerade bei der Premiere tut ein bisschen Unterstützung an der Seite eines erfahrenen Redners gut.

Das Thema
Das Thema suchen sich die Kinder in der Regel frei aus. Meistens kommen die Ideen aus dem kosmischen Bereich, oft sind sie eine Weiterentwicklung der Inhalte aus den Kreisen.
Die Recherche
In den Klassenräumen stehen den Kindern vielfältige Quellen zur Verfügung, hauptsächlich nutzen sie Bücher und Karten. Und wenn sie dort nicht fündig werden, helfen die Lehrkräfte mit Wissen aus dem Internet. Für Anfänger („Ich beginne zu wachsen“) gilt: mindestens zwei Quellen, die Profis („Ich bin ausgewachsen“) benötigen schon vier.

Das Plakat
Nachdem alle benötigten Informationen gesammelt und zumeist im Kosmikheft aufgeschrieben wurden, geht es ans Plakat, das später beim Halten die Orientierung und visuelle Hilfe gibt. Aber bevor es in DIN A3 gestaltet wird, wird eine Skizze in kleinerem Format angefertigt. So kann man schauen, ob auch alle wichtigen Punkte Platz haben.
Die Proben
Bevor das Thema vor der gesamten Klasse präsentiert wird, darf mehrfach geprobt werden. Bei den Testläufen gibt es auch schon erste Zuhörende. Das sind andere Kinder aus der Klasse, die sich gemeldet haben oder von den Lehrkräften gebeten wurden. Damit bis zum großen Auftritt nichts verloren geht, werden alle Materialien anschließend in der Referatskiste verstaut.

Der Vortrag
Nun ist er endlich da, der große Tag - und alle hören zu. Sogar die Eltern dürfen zu diesem besonderen Anlass mitgebracht werden. Und natürlich Anschauungsobjekte. So kamen schon viele Tiere mit in die Klassenzimmer, mal lebendig, mal in präparierter Form.

Das Feedback
Die Schülerinnen und Schüler im Publikum nehmen nicht nur Wissen mit, sondern üben bei den Referaten auch wertschätzendes Feedback zu geben (Lob – Tipp – Lob). Durch feste Kriterien (Organisation, Aufbau, Auftreten, Sprache, Plakat) wird ein übliches „Das wollte ich auch sagen“ vermieden und das Referat für alle zum Gewinn.




