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Kosmiktage in der Grundstufe: Immer wieder aufs Neue staunen

  • blum-katharina
  • vor 5 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Wie hieß der erste Mensch? In welcher Periode entstand das Leben? Oder: Aus welchen Schichten besteht unsere Erde?


Wer weiß denn so was?


Unsere Grundstufenkinder, die an den vier Donnerstagen vor den Faschingsferien den kosmischen Erzählungen gelauscht haben.


Insgesamt gibt es in der Montessori-Pädagogik neun Erzählungen. Die kosmische Erzählung von der Entstehung des Universums hören unsere Kinder jedes Jahr in ihrer Klasse, auch in englischer Sprache; dazu anschließend jeweils vier im jährlichen Wechsel.


Die Themen "Von der Entstehung der Erde", "Vom Aufbau und Beschaffenheit der Erde", "Vom Kommen des Lebens" und "Von der Entwicklung des Menschen" sind in diesem Jahr an der Reihe gewesen. Das Besondere dabei: Die Kinder bleiben nicht im Klassenverband, sondern treffen sich mit den Kindern aus ihrer jeweiligen Jahrgangsstufe und wandern gemeinsam von Klasse zu Klasse.


Vom Aufbau und Beschaffenheit der Erde



In der GS1 geht es ganz konkret um unseren Planeten. Den Schalenbau der Erde - von der Atmosphäre bis zum inneren Erdkern - erklären Bärbel und Christina den Zweitklässlern zum Beispiel anschaulich mit einem Bewegungsspiel im Kreis. So schwammen sie gemeinsam durch die Hydrosphäre, bohrten sich durch die Lithosphäre, streiften sich für die nächsten Schichten Schutzkleidung und Atemmaske über und stiegen für den heißen Erdkern schließlich noch in eine Kapsel.




Von der Entstehung der Erde


Diese Geschichte beschreibt den Anfang des Universums und zeigt, dass das Universum Gesetzen folgt, wie der Schwerkraft oder den Aggregatzuständen - oder wie es die Schülerinnen und Schüler nannten: "In der GS2 gibt es richtig coole Experimente." Mithilfe von mit Atemluft oder Helium gefüllten Luftballons lernten die sie zum Beispiel etwas über die unterschiedliche Dichte von Gasen oder staunten über einen Vulkanausbruch, der mit Korken simuliert wurde.




Vom Kommen des Lebens



In der GS3 haben Tanja und Philipp die Reise von den ersten Einzellern im Urmeer (Präkambrium) bis hin zu den Dinosauriern und Säugetieren erzählt (Quartär). Die Zeitleiste des Lebens, die sich fast durch das gesamte Klassenzimmer zieht, zeigt den Kindern, wie lange die Erde „vorbereitet“ wurde, bevor komplexe Wesen erschienen. Am Ende des Vormittags tummeln sich mehrere Dutzend Lebewesen in der Schlange bis hin zum bayerischen Aloisius. 600.000.000 Jahre Entwicklung zum Staunen!

"Für mich sind die kosmischen Erzählungen ein zentrales Element, um den Kindern ein Grundwissen über unser aller Herkunft, unser Sein/Leben und generell über das Wunder der Schöpfung zu vermitteln", erzählt unsere Lehrerin Tanja. "Dabei mit den Kindern ins Staunen und Philosophieren zu kommen, was noch entdeckt werden könnte und wie das Leben weitergeht, das sind die Sternstunden unserer Freiarbeit."

Und auch unser Lehrer Philipp schwärmt von den kosmischen Tagen: "Es gibt für mich kaum Schöneres, als die großen Themen der Weltgeschichte gemeinsam mit den Kindern zu entdecken." Und: "All die kosmischen Zusammenhänge lassen auch mich immer wieder aufs Neue staunen. Die vereinfachte Darstellung ihrer jeweiligen Komplexität ist eine pädagogisch ungemein spannende Herausforderung, bei der auch ich jedes Mal ungemein viel dazulerne."




Von der Entwicklung des Menschen




Und als es konkret um uns Menschen in der GS4 geht, gibt es so manchen Zungenbrecher zu bewältigen, zum Beispiel Australopithecus afarensis oder Homo neanderthalensis. Und daran können sich nicht nur die Kinder versuchen, sondern nun auch die Eltern. Bei den Elternabenden werden auch ihnen die Erzählungen vorgestellt - dann können auch sie die Fragen vom Anfang des Textes beantworten.



 
 
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