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Gut vorbereitet auf die digitale Welt: Unser überarbeitetes Medienkonzept

  • alexander6721
  • 21. Juli 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Am Mittwoch, den 25.06.2025, haben wir beim Schulforum 17 interessierten Eltern unser überarbeitetes Medienkonzept vorgestellt.

 

Wir waren uns im Team und auch an diesem Abend einig, dass wir unsere Kinder vor der süchtig machenden Wirkung der digitalen Medien möglichst lange schützen und gleichzeitig auf die Möglichkeiten und Notwendigkeiten der digitalen Welt vorbereiten müssen. Auch das Sicherheitsbedürfnis der Eltern und Kinder muss mitgedacht werden, da die meisten unserer Schüler*innen öffentlich zur Schule kommen. Ein Spagat…


Wir stehen weiterhin dazu, dass digitale Medien in unserer Arbeit in der Grundstufe (1. bis 4. Klasse) nicht eingesetzt werden. Das haptische, motorische und sinnenhafte Lernen und Begreifen sowie das Üben problemlösenden Denkens ist die beste Basis, den Umgang mit Medien zu erlernen.


Wir sind der Meinung, dass Kinder in diesem Alter keinen Zugang zu digitalen Plattformen und sozialen Medien haben dürfen, dass die Bildschirmzeit für Kinder in diesem Alter marginal sein sollte und dass ein „dummes“ Telefon, wie es vor der Erfindung des Smartphones gebräuchlich war, ausreichend ist, um Kindern und Eltern ein Sicherheitsgefühl z.B. für den Schulweg zu geben. Es ist auch keine Smartwatch notwendig.


Auch die Kinder in der 5. und 6. Klasse sind meist noch nicht reif genug, um mit einem Smartphone verantwortlich umzugehen. Von Schulseite gibt es keine Notwendigkeit, in der 5. oder 6. Klasse ein Smartphone zu nutzen. Wir wollen allen Eltern den Rücken stärken, die ihren Kindern keine smarten Geräte anvertrauen möchten und erarbeiten dazu derzeit konkrete Unterstützungsmöglichkeiten. In der Schule wird in dieser Altersstufe in die Office-Programme eingeführt, es werden erste Programmiererfahrungen ermöglicht und die Schüler*innen beschäftigen sich mit ethischen Fragestellungen in diesem Bereich. Laptops sind die Arbeitsmittel. Smartphones und -watches bleiben verboten.


Ab der Projektstufe (7. und 8. Klasse) stellen wir eine digital vorbereitete Umgebung zur Verfügung, in deren Nutzung die Schüler*innen eingeführt werden. Sie erhalten einen eigenen Office-Zugang mit E-Mail und lernen, mit unterschiedlichen Betriebssystemen zu arbeiten und auch die kreativen Möglichkeiten der digitalen Welt zu nutzen. Wir empfehlen frühestens in diesem Alter, den Kindern ein smartes Gerät zur Verfügung zu stellen. Damit Eltern hier nicht einzeln mit ihren Kindern entscheiden müssen, werden wir mittelfristig auf das Konzept „Bring your own device“ zurückgreifen und den Eltern ein von der Schule vorbereitetes und administriertes iPad zum Erwerb anbieten, das alle Voraussetzungen hat, um den schulischen Anforderungen zu genügen. Eigene Smartphones der Schüler*innen sind dann in der Schule unnötig und nicht erlaubt.


Diese Struktur wird sich in die Oberstufe (9. und 10. Klasse) ziehen. Hier werden wir in den nächsten Jahren die digitale vorbereitete Umgebung ausbauen, damit die Schüler*innen individuell auf alle Unterrichtsinhalte zugreifen können.

 

Gleichzeitig ist uns wichtig, dass ab der 7. Klasse ein starker handwerklicher, kreativer Bereich neben dem digitalen notwendig ist, als auch die direkte „Reibung“ und Beziehungsarbeit mit den Lehrkräften und, ganz wichtig, die analoge Arbeit mit Papier und Stift, gerade dann auch wieder in der Prüfungsvorbereitung.


Unser Medienkonzept gibt uns für die nächsten Jahre die Richtung. Wir werden über die konkrete Umsetzung immer wieder informieren.

 
 
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