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Bio, Burger und Begegnung – Der AK Mittagsbetreuung braucht helfende Hände

  • andreageisslitz
  • vor 7 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Der Duft von frisch gebratenen Falafeln zieht durch die Cafeteria, Teller klappern, Kinder lachen. „Kann ich noch einen Nachtisch haben?“, fragt ein hungriger Schüler.


Heute gibt es Falafel-Burger mit Salat und Erdbeerjoghurt – gekocht aus regionalen Bio-Zutaten, frisch zubereitet von Jugendlichen unserer Projektstufe (7. und 8. Klasse), unterstützt von den Schüler*innen der Mittelstufe (5. und 6. Klasse). Was hier jeden Mittag entsteht, ist weit mehr als nur Essen: Es ist gelebte Schulgemeinschaft.


Von Montag bis Donnerstag versorgen die fleißigen Jung-Köche unter Anleitung von Hauswirtschaftslehrerin Elisabeth Schüler*innen und Lehrkräfte mit vegetarischem Mittagessen. Montags werden 40 bis 50 Essen ausgegeben, von Dienstag bis Donnerstag zwischen 80 und 100 Mahlzeiten - dazu kommen Lunchpakete für Jugendliche, die direkt weiter zum Schulsport müssen und keine Zeit haben, vor Ort zu essen.



Doch damit alles reibungslos funktioniert, braucht es viele helfende Hände. Denn rund um die Essensausgabe gibt es jede Menge zu tun: Während die Jugendlichen kochen, muss bereits benutztes Geschirr gespült werden. Salat wird in Schüsseln gefüllt, Lunchpakete werden vorbereitet und ausgegeben, Tabletts und Geschirr gespült, abgetrocknet und wieder eingeräumt. Nach dem Essen werden in der Cafeteria die Stühle hochgestellt und es wird gefegt. Deshalb sucht der Arbeitskreis (AK) Mittagsbetreuung laufend Unterstützung von engagierten Eltern. Pro Tag wird eine Person von 11:00 bis 14:00 Uhr benötigt, idealerweise zusätzlich drei weitere Helfer*innen von 12:30 bis 14:00 Uhr. Eigene Kinder können sich währenddessen auf dem Schulgelände aufhalten und spielen, sofern sie nicht bei "Niederseeon am Nachmittag" sind.

Für Magdalena, Mutter eines Grundstufenschülers, ist die Mitarbeit weit mehr, als den Geschirrspüler zu befüllen: „Für Eltern ist die Mittagsbetreuung ein toller Dienst, weil man so den Schulalltag mitkriegt. Man erlebt die Kinder, die Lehrer - von der Grundstufe bis zur Oberstufe - alle miteinander. Es macht einfach voll Spaß. Seitdem ich bei der Mittagsbetreuung helfe, habe ich ein viel besseres Gefühl für mein Kind in der Schule.“


Doris, die sich an diesem Montag seit 11:00 Uhr um das Spülen kümmert, ergänzt: "Es gibt keine andere Form, Elternarbeitszeit zu leisten, bei der man so nah an den Kindern dran ist, direkt am Schulalltag teilnimmt."

Natürlich gebe es auch kleine Hürden, berichten die heute anwesenden Helferinnen: Die Uhrzeit mittags und die relativ kurze Dauer des Dienstes: „Dafür hin- und zurückzufahren ist manchmal schwierig. Ich versuche es immer mit anderen Terminen zu verbinden."


Auch Annette, die AK-Leiterin, erlebt die Mittagsbetreuung als wichtigen Begegnungsort: „Es ist auch für Eltern schön, hier zu sein. Sie sehen, mit wem ihr Kind essen geht, wie die Konstellationen sind und wie sich ihr Kind in der Schule verhält. Man kommt schnell mit Lehrkräften ins Gespräch. Wenn jede Familie mal eine Woche in der Mittagsbetreuung helfen würde, würden alle viel mehr von der Schule mitbekommen.“



Auch Schüler*innen ab der 5. Klasse könnten theoretisch mithelfen und dabei Elternarbeitszeit erwerben.


Um 14:00 Uhr sind alle Schüler*innen und Lehrkräfte satt und es kehrt wieder Ruhe ein in der Cafeteria. Die fleißigen Helfer*innen des AK Mittagsbetreuung räumen die letzten Teller und Gläser in die Schränke. Und freuen sich schon auf ihren nächsten Einsatz, wenn die Cafeteria sich erneut mit Stimmen, Lachen und dem Duft frisch gekochten Essens füllt.

Denn die Mittagsbetreuung ist weit mehr als eine Essensausgabe: Sie ist ein Ort der Begegnung, an dem Schüler*innen, Lehrkräfte und Eltern zusammenkommen, miteinander ins Gespräch kommen und den Schulalltag gemeinsam gestalten. Und vielleicht ist genau das die wichtigste Zutat, die hier jeden Tag mit auf den Tisch kommt. Du willst auch helfen? Dann melde Dich bei Annette Singer: annette.singer@niederseeon.de


 
 
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